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Hoorige Mess 2018

Am Samstag den 10. Februar 2018 fand in Tiengen die Hoorige Mess statt. Die
Hoorige Mess ist ein buntes Narrentreiben auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone der Innenstadt von Tiengen. Die Hoorige Mess beginnt um 10:00 Uhr morgens und endet gegen 19:00 Uhr in der Innenstadt. Im Hanselezelt, auf dem Marktplatz, geht der Festbetrieb bis ca. 23:30
Uhr weiter. Gegen 16:00 bis 18:00 Uhr waren die meisten Besucher mit ca. 6000 geschätzten
Personen in der engen Altstadt von Tiengen und auf dem Marktplatz.
Veranstalter ist die Aktionsgemeinschaft Tiengen
Aus den Erfahrungen der letzten Jahre mit dieser Veranstaltung erwarten wir eine
Grundlast von kleineren Erste-Hilfe-Leistungen (z.B. Wundschnellverband),
ca. 5 mehr oder weniger angetrunken Personen und etwa 5 Notfällen aller Art. Auch sind
Reserven für Spitzenlasten und mehrere Verlegungen von Jugendliche in Krankenhäuser außerhalb des Landkreises Waldshut vorgesehen.

Der Sanitätswachdienst war mit seiner Unfallhilfsstelle (UHS) für die Veranstaltung im
Feuerwehrgerätehaus in Tiengen in der Molkereistrasse 2 untergebracht. Im Feuerwehrgerätehaus waren für den Sanitätswachdienstdienst die folgenden Funktionen
vorhanden:

  • Funk- und Einsatzzentrale Sanitätsdienst als Abschnittsleitung
  • Unfallhilfsstelle (UHS) mit der Möglichkeit zum Ausnüchtern von alkoholisierten Personen
  • Krankenkraftwagen (RTW und KTW)
  • Notarzt mit Einsatzfahrzeug
  • MTWs mit Einsatzkräften für den Streifendienst
Die erforderliche Einsatzplanung für den Sanitätswachdienst hat die DRK Kreisbereitschaftsleitung erstellt und dokumentiert. Basis für diese Planungen waren die
Erfahrungen der letzten Jahre und Abklärungen mit Stadtverwaltung, Feuerwehr,
Polizei und DRK, im Vorfeld der Veranstaltung. Die DRK Einsatzkräfte hatten ihren Stützpunkt inkl. Unfallhilfsstelle (UHS) und Abschnittsleitung zum wiederholten Male im Feuerwehrgerätehaus in der Molkereistrasse 2 in Tiengen. Die UHS wurde am Samstag aufgebaut und ausgestattet. Die UHS war um 10:00 Uhr einsatzbereit. Für die UHS wurden zwei Boxen in der Fahrzeughalle benutzt. Der Aufbau erfolgte in ca. 30 Minuten. Einsatzende war um 24:00 Uhr. Die letzten Einsatzkräfte vom Sanitätswachdienst verliessen das Feuerwehrgerätehaus um 24:00 Uhr.
Nach dem Ende vom Sanitätswachdienst gab es von der Hoorigen Messen in Tiengen keinen Einsatz für den Rettungsdienst.

Im Funkraum vom Feuerwehrgerätehaus wurde für die DRK Einsatzkräfte die Kommunikation und Dokumentation durchgeführt. Im Funkraum konnte mit den
festinstallierten 4m Band Funkgeräten die Funkkanäle von Rettungsdienst und Feuerwehr geschaltet werden. Mit den 4m Band Funkkanälen erfolgte die Kommunikation mit den Einsatzfahrzeugen von Sanitäts-, Rettungsdienst, der
Feuerwehr und der integrierten Leitstelle Waldshut.
Für die Kommunikation mit den Sanitätsstreifen musste ein 2m Band Handsprechgerät an eine vorhandene Antenne im Feuerwehrgerätehaus angeschlossen werden.
Dies war einfach und hat gut funktioniert.

Der im Funkraum vorhandene PC wurde für die Führung vom Einsatztagebuch
eingesetzt. Im PC waren auch alle Einsatzunterlagen abrufbar. Auf diesen PC war
eine Web Kamera aus der Fussgängerzone aufgeschaltet. Dadurch konnten wir den
Betrieb an einem Knotenpunkt der Veranstaltung live mitverfolgen.
In der ILS in Waldshut wurde zusätzlich, für die Betreuung vom Raum Tiengen ein
Disponent eingesetzt. Mit diesem Disponenten wurde eine vollständige
Dokumentation der ILS Waldshut für den Mastereinsatz Hoorige Mess erstellt. Dies
war ein Beitrag zur Verbesserung der Qualität unserer Einsatzdokumentation.
Ausserdem war der zusätzliche Disponent eine Rückfalleben für eine starke
Auslastung der ILS oder für einen möglichen Massenanfall von Verletzten (MANV)
oder ein Grossschadensereignis.
Auch wurde der PC für die Gewinnung von wichtigen Informationen (z.B.
Telefonnummer der Giftnotrufzentrale, Strassenkarten usw.) benutzt. Für die
Einsatzführung war das Festnetztelefon währen der Überlastung der Mobilfunknetze
besonders wichtig. Der Funkraum war unterbrechungslos besetzt. Vorgehaltene
Einsatzfahrzeuge wurden mit einer Ausrückzeit von einer Minute über 2m Band
Funkgeräte abgerufen.

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