Sie befinden sich hier:Über Uns Grundsätze und Leitlinien Präambel
Präambel
  1. Das Deutsche Rote Kreuz ist die Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes auf dem
    Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Es arbeitet nach den Grundsätzen der
    Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und
    Universalität. Ideelle Grundlage des Deutschen Roten Kreuzes ist die Ehrenamtlichkeit.
    Es ist gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der
    Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie den
    anderen anerkannten Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften ein
    Bestandteil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

  2. Mission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist es,
    menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu verhindern; Leben und
    Gesundheit zu schützen und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen, vor allem in
    Zeiten bewaffneter Konflikte und sonstiger Notlagen; Krankheiten vorzubeugen und zur
    Förderung der Gesundheit und der sozialen Wohlfahrt zu wirken; die freiwillige Hilfe und
    ständige Einsatzbereitschaft der Mitglieder der Internationalen Rotkreuz- und
    Rothalbmondbewegung zu stärken sowie ein universales Solidaritätsbewusstsein mit
    allen, die ihres Schutzes und ihrer Hilfe bedürfen, zu wecken und zu festigen.

  3. Das IKRK wahrt und verbreitet die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und
    Rothalbmondbewegung; es erkennt neu- oder wieder gegründete Nationale
    Gesellschaften an und gibt deren Anerkennung bekannt. Es setzt sich für die strikte
    Einhaltung des in bewaffneten Konflikten anwendbaren humanitären Völkerrechts ein. Es
    sorgt für das Verständnis und die Verbreitung des in bewaffneten Konflikten
    anwendbaren humanitären Völkerrechts und bereitet dessen Weiterentwicklung vor. Es
    stellt die Tätigkeit des von den Genfer Abkommen von 1949 und ihren Zusatzprotokollen
    vorgesehenen Zentralen Suchdienstes sicher. Es unterhält enge Beziehungen mit den
    Nationalen Gesellschaften und der Internationalen Föderation, mit der es in Bereichen
    gemeinsamen Interesses einvernehmlich zusammenarbeitet.

  4. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften
    fördert die humanitäre Tätigkeit der Nationalen Gesellschaften mit dem Ziel,
    menschliches Leid zu verhüten und zu lindern und auf diese Weise zur Erhaltung und
    Stärkung des Friedens in der Welt beizutragen. Die Internationale Föderation agiert
    insbesondere als ständiges Verbindungs-, Koordinations- und Planungsorgan zwischen
    den Nationalen Gesellschaften und gewährt ihnen Unterstützung, wenn sie eine solche
    anfordern; sie unterstützt das IKRK bei der Förderung und Weiterentwicklung des
    humanitären Völkerrechts und arbeitet mit ihm bei der Verbreitung dieses Rechts und der
    Grundsätze der Bewegung bei den Nationalen Gesellschaften zusammen. Sie
    übernimmt außerdem die offizielle Vertretung der Mitgliedsgesellschaften auf
    internationaler Ebene, insbesondere in allen Fragen, die mit den von ihrer
    Generalversammlung verabschiedeten Beschlüssen und Empfehlungen
    zusammenhängen, schützt ihre Integrität und wahrt ihre Interessen. Die Internationale
    Föderation handelt in den einzelnen Ländern jeweils über die Nationale Gesellschaft
    oder im Einvernehmen mit ihr unter Beachtung der Rechtsordnung des betreffenden
    Landes.

  5. Die Nationalen Gesellschaften bilden die Basis und sind eine treibende Kraft der
    Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Sie erfüllen ihre humanitären
    Aufgaben im Einklang mit ihrer jeweiligen Satzung und den Gesetzen ihres Landes sowie
    den Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, um deren
    Mission getreu ihren Grundsätzen zu verwirklichen und bilden den Rahmen für die
    ehrenamtlichen und hauptamtlichen Tätigkeiten ihrer freiwilligen Mitglieder und
    Mitarbeiter.

    Das Deutsche Rote Kreuz nimmt insbesondere die Aufgaben wahr, die sich aus den
    Genfer Abkommen von 1949 und ihren Zusatzprotokollen ergeben, sowie diejenigen, die
    ihm durch Bundes- oder Landesgesetz im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben
    zugewiesen sind. Es trägt, im Zusammenwirken mit den Behörden, zur Verhütung von
    Krankheit, Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und zur Linderung menschlichen
    Leidens bei, auch durch Entwicklung eigener Programme im Bereich der Wohlfahrts- und
    Sozialarbeit. Es organisiert Hilfsmaßnahmen für die Opfer von bewaffneten Konflikten,
    Naturkatastrophen und anderen Notlagen und verbreitet das humanitäre Völkerrecht.

    Das Deutsche Rote Kreuz wirkt mit der Bundesregierung zusammen, um den Schutz der
    von den Genfer Abkommen von 1949 und ihren Zusatzprotokollen anerkannten
    Schutzzeichen zu gewährleisten.

  6. Das Deutsche Rote Kreuz ist föderal gegliedert in Bundesverband, Landes-,
    Kreisverbände und Ortsvereine sowie den Verband der Schwesternschaften vom
    Deutschen Roten Kreuz e.V. mit seinen Gliederungen. Die Gliederungen arbeiten
    sämtlich auf der Basis von einheitlichen, systematisch aufeinander aufbauenden
    Satzungen, die die Rechte und Pflichten im Rahmen der Mitgliedschaft im Deutschen
    Roten Kreuz regeln, zusammen.

  7. Das Deutsche Rote Kreuz bekennt sich zu einer transparenten Finanz- und
    Wirtschaftsführung